Bundestagswahl
Liebe GrafschafterInnen,
ein historisches Desaster. Der Sozialdemokratie ist die Wende leider nicht gelungen. Die Bundestagswahl 2009 zeigt das schlechteste Ergebnis der SPD. Unsere Partei sieht jetzt schweren Zeiten in der Opposition entgegen. Frank-Walter Steinmeier als unser Kanzlerkandidat will nun Fraktionschef werden.
Immer wieder hatte unser Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier die Erinnerung an die Aufholjagd von Gerhard Schröder bei den Wahlen 2005 beschworen, immer wieder angekündigt, die SPD werde deutlich besser abschneiden als die schlechten Prognosen es vermuten ließen. Nun musste er heute vor der Presse doch eine bittere Niederlage einräumen. In der ersten Hochrechnung erreicht die SPD mit nur 23,3 Prozent das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik. Bei vorangegangenen Bundestagswahlen – noch mit Gerhard Schröder an der Spitze – landeten wir Sozialdemokraten bei immerhin noch 34,2% der Stimmanteile. Knapp zehn Prozent hat die SPD binnen vier Jahren in der Großen Koalition verloren – ein historischer Rekord.
Auch wenn wir im Wahlkreis 032 - Mittelems ein besseres Ergebnis erringen konnten, so muss uns dennoch der allgemeine Trend beunruhigen. Aber es geht weiter, wir werden gemeinsam aus diesem Tief wieder hervorkommen. Eine mögliche schwarz-gelbe Regierung wird jetzt erst einmal ihr Können unter Beweis stellen müssen. "Ich habe Zweifel, dass sie es können", sagte der Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier weiter. Seiner Partei sei es zu verdanken, dass das Land einer guten Zukunft entgegensehen könne. Die SPD habe dafür in den elf Jahren Regierungszeit "einen Beitrag geleistet". Er wolle dafür kämpfen, dass es keinen "Rückmarsch in die 90er Jahre" geben werde. Als Beispiele nannte er u. a. auch den Ausstieg aus der Atomenergie, Arbeitnehmerrechte und Mindestlöhne.
Lass uns gemeinsam auch künftig um jede Stimme kämpfen. Deutschland braucht eine starke Sozialdemokratie. Wir schaffen das!
Euer Hans-Peter Reuter


















